zurück

Wissenswerts über Wollfilz – Teil 1

Filz? Was ist das eigentlich?

Wollfilz wird nicht gewebt. Die gereinigte, gekämmte und bis zum Vlies aufbereitete Rohwolle wird durch eine mechanische Bearbeitung (Walken) in einen festen Verbund gebracht. Die einzelnen Fasern sind dabei miteinander ungeordnet verschlungen. So erhält man eine textile Fläche aus ungeordnetem, nur schwer zu trennendem Fasergut. Das macht Filz so robust und unempfindlich gegen Schmutz. Durch den Fettanteil in der Wolle ist er sogar unempfindlich gegen Nässe, und nimmt keine unangenehmen Gerüche aus der Umgebung auf.

Merinowolle als Rohstoff

Je hochwertiger der verwendete Rohstoff, desto besser wird die Filzqualität. Die Haare von Schafen haben eine schuppenartige Oberfläche, deren mikroskopisch kleine Plättchen sich beim Walken dauerhaft ineinander verhaken. Mit feiner Merinowolle erhält man schönen, gleichmäßigen, stabilen Filz, der sich angenehm anfasst. Dieser Filz besitzt eine glatte, feste Oberfläche und lässt sich in allen Farben färben. Die Farbe bleicht nicht aus und die Oberfläche bleibt glatt. Der Filz sieht also auch nach Jahren noch aus wie neu.